Best Practice | Beispiele unserer Arbeit
Musiktheater Krieg und Frieden in Ratzeburg, Lauenburg und Aumühle
Kulturfundraising in der Propstei Lauenburg
Mit dem Musiktheaterprojekt „Von Krieg und Frieden“ brachte der Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg im November 2025 ein außergewöhnliches Gemeinschaftswerk zur Aufführung.
Das Stück griff auf die mittelalterlichen Mysterienspiele zurück, die den Kampf von Gut und Böse im Kirchenraum sichtbar darstellten. Rund 50 Mitwirkende, Laien und Profis aus Chor, Orchester und Schauspiel verwandelten die Kirchen in Ratzeburg, Lauenburg und Aumühle in eine große Bühne. In dem hoffnungsvollen Ende des Stücks, dem gesungenen „Dona nobis pacem“ wurde eingeladen, Schritte gemeinsam zu denken: Vom Schmerz zur Hoffnung, von der Gewalt zur Versöhnung, vom Krieg zum Frieden.
Es gab insgesamt 3 Aufführungen in den Kirchen Ratzeburg, Lauenburg und Aumühle.
Bei dieser Neuinszenierung entstanden Kosten von gut 15.000 € für die Honorare der Musiker, Schauspieler sowie des Regisseurs. Hinzu kamen Kosten für Requisiten, Kostüme, Raummiete usw.
Durch verschiedene Förderanträge auf Bundesebene (VELKD-Fonds), Landesebene (Kreissparkassenstiftung Schleswig-Holstein) und regionaler Ebene (KSK Ratzeburg, Kommunen und kirchliche Förderer) konnten insgesamt 9.500 € eingeworben werden. Der Kirchenkreis beteiligte sich mit einem Eigenanteil von 6000 € .
Der Entschluss, einen regulären Eintritt von 25,- € zu nehmen, fiel nicht leicht. Um möglichst vielen Menschen Zugang zu diesen Aufführungen zu ermöglichen, gabe es auch einen ermäßigten Eintrittspreis von 15 €, der von etwa einem Viertel der Besucher in Anspruch genommer wurde. Die Einnahmen aus Eintrittsgeldern von ca. 5700,- trugen dazu bei, dass das Finanzierungskonzept schließlich aufging.
Was wir lernen können aus dem Projekt:
- Spannende und ungewöhnliche Ideen ermöglichen es, Fördergelder selbst auf deutschlandweiter Ebene zu erhalten
- In Zeiten schwindender finanzieller Mittel gilt es, nicht auf den einen großen Förderer zu hoffen, der allein das Finanzielle ins Lot bringt: auch mehrere kleinere Fördersummen machen Projekte möglich.
- Voraussetzung für die Förderung ist ein substanzieller Eigenanteil, der das Interesse der antragstellenden Organisation deutlich macht.
- Für aufwendige Kulturprojekte mit entsprechenden Kosten darf auch Kirche einen größeren Eintrittspreis aufrufen, der zur Kostendeckung beiträgt.
- Eine würdewahrende Form, ermäßigte Eintrittskarten zu erwerben, sollte bedacht sein.
Anja Nitz
Spendenaktion für die Jugendarbeit in Mölln
Spendenmailing für die KG Mölln zur Finanzierung einer Jugendarbeitsstelle
Es war einmal eine Kirchengemeinde im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg, die vor gut einem Jahr entsetzt feststellte, dass die Gelder knapp werden. Sehr knapp. So knapp, dass die freigewordene Stelle der Jugendarbeiterin nicht wiederbesetzt werden durfte. Und zu allem Unglück galt das Gleiche für die Stelle des Kirchenmusikers, der sich zeitgleich beruflich ebenfalls umorientiert hatte.
So standen sie da, ohne Jugendarbeit und nur mit einer halben B-Musikerin, wo doch erst kürzlich die aufwändige Restauration der Orgel abgeschlossen werden konnte. Guter Rat war teuer, denn es handelte sich um ein strukturelles Defizit, sprich: Dieses Defizit baut sich von Jahr zu Jahr weiter auf.
Daraufhin forderten die Verantwortlichen der Gemeinde beim Fundraising-Team Beratung an und sie schauten ebenfalls nach Kooperations-Möglichkeiten, um zukünftig die Kosten auf mehrere Schultern zu verteilen.
Das traf sich gut, denn einige Gemeinden hatten bereits mit Unterstützung des Fundraising-Teams sehr erfolgreiche Spenden-Projekte durchgeführt. So wurde auch hier eine Spendenbrief-Aktion konzipiert und durchgeführt. Unklar war, ob sich Menschen finden, die für die Finanzierung einer Stelle spenden würden. Denn die vorherigen Mailings in den anderen Gemeinden warben etwa um Spenden für eine Orgelsanierung, für eine neue Glocke oder auch für ein großes Jubiläums-Fest.
Doch wer für ein gutes und notwendiges Projekt wirbt, wer hoffnungsvoll und mit dem nötigen Gottvertrauen an die Sache herangeht, wird auch beschenkt.
So kamen am Ende über 20.000 Euro an Spenden zusammen, sodass die neue Mitarbeiterin am 15. November 2025 ihren Dienst antreten konnte und die Stelle für ein Jahr finanziert ist.
Bittet, so wird euch gegeben, sagt die Bibel in Matthäus 7, Vers 7.
Barockaltar in St. Georgsberg wird restauriert
Mit Geduld, Langmut und beherztem Fundraising ist die Gemeinde fast am Ziel:
Der Barockaltar wird restauriert!
Zur Kirche St. Georg auf dem Berge in Ratzeburg gehört seit dem Jahr 1720 ein barocker Hochaltar. Allerdings sind die Figuren und der Korpus nach fast 300 Jahren in einem bedauernswerten Zustand.
Die Gemeinde sah sich aber nicht in der Lage, eine fachgerechte Restaurierung in einem Umfang von knapp 120.000 Euro aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Ein Antrag an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz war erfolgreich, deckte aber nur 1/5 der Kosten. Dann entschied sich die Gemeinde eine Spendenaktion durchzuführen, bei der die Gemeindeglieder rund 27.000 Euro innerhalb eines Jahres spendeten.
Und dann gab es plötzlich Rückenwind: Mit einer Erbschaft zugunsten der Kirchengemeinde, hatte sich der Erblasser in Kenntnis der herausfordernden Umstände explizit durch sein Erbe u.a. die Ermöglichung der Restaurierung gewünscht. Seinem Wunsch wurde selbstverständlich und mit dankbaren Herzen entsprochen.
Damit war die Finanzierungslücke geschlossen und der Auftrag zur Restaurierung konnte erteilt werden!
Wie rettet man einen Kirchberg? So!
"Hilfe, der Berg rutscht!" So hieß es im Frühjahr 2024 in der Kirchengemeinde Sandesneben. Steine der Stützmauern purzelten hinab - teilweise in die Gärten der Nachbarn oder auf die Straße. Und bei näherem Hinsehen erwies sich auch der Kirchturm angesichts dieser Tatsache als nicht dauerhaft sicher genug.
So wurde ein Sanierungskonzept zur Stabilisierung des Berges erstellt. Kostenpunkt ca. 4 Millionen Euro. Dieses Geld hat die Kirchengemeinde nicht. Also lagen alle Hoffnungen beim Denkmalschutz, beim Bundesministerium für Kultur und Musik, der Kommune, dem Kirchenkreis und bei privaten Spendern.
Die Suche nach Förderern erwies sich als schwierig und sie ist es noch, angesichts knapper Kassen auf allen Ebenen.
Aber: Die Gemeinde hat enorme Aktivitäten entwickelt, um die Dorfbevölkerung für das Projekt zu begeistern.
So gab es Info-Veranstatungen, mehrere Spendenaufrufe und eine Vielzahl an Veranstaltungen vom Grillfest über verschiedene Konzerte, Kinoabende, die Beteiligung an Dorffesten in der Umgebung und sogar ein Lesung mit dem Fernsehmoderator Reinhold Beckmann.
Durch diese vielfältigen Aktivitäten hat die Gemeinde schon über 70.000 Euro innerhalb von 2 Jahren an Spenden gesammelt. Und sie macht weiter, denn sie hofft, dass in absehbarer Zeit doch noch Mittel vom Bund, vom Land und der Kommune kommen, damit der Kirchberg gerettet werden kann.
Spendenbrief einer Gemeinde
Wir unterstützen Gemeinden dabei, professionell gestaltete, wirksame Spendenbriefe an ihre Gemeindeglieder zu versenden.
Für überschaubare Projekte ist dies eine gute Möglichkeit der Zufinanzierung. Wenn etwa die Küche im Gemeindehaus erneuert werden muss oder die Lautsprecheranlage in der Kirche, übersteigt das oft das Jahresbudget. Andererseits lassen sich die erforderlichen 10 - 20.000 Euro, je nach Gemeindegröße und Spendenfreudigkeit der Gemeindeglieder, erfahrungsgemäß mit 1-2 Spendenaktionen finanzieren. Und alle Beteiligten freuen sich am Ende über das schöne Ergebnis.
Mit einem solchen Spendenaufruf kann
- das Anliegen kommuniziert
- und um Unterstützung gebeten werden.
In der Regel haben solche Aufrufe, die ja mit der Tagespost direkt zu bei den Empfängern nach Hause kommen, einen sehr guten Rücklauf. Die Gemeinde schreibt den Brief und überlegt sich, wie sie sich bei den Spendern bedanken will.
Den Rest erledigt das Fundraising-Team in der Kirchenkreis-Verwaltung.
- Wir helfen bei der Formulierung des Briefes
- Wir machen die Grafik
- Wir sorgen für die Druckabwicklung und den Postversand
- Wir verbuchen die eingegangenen Spenden
- Wir erstellen die Zuwendungsbestätigungen
- Wir werten die Aktion am Ende aus.
- Die Gemeinde wird (werk)-täglich über eingehende Spenden informiert
- Unsere Spenden-Software hilft bei der Erfassung und Zuordnung eingehender Spenden
Kosten: Die Gemeinde zahlt die reinen Sachkosten für Druck, Überweisungsträger, bedrucktes Kuvert, Konfektionierung und Versand per DHL-Dialogpost.
Pro Brief sind das zur Zeit ca. 95 Cent pro Exemplar bei einer Auflage von 1.000 Stück.
Wichtig: Es ist ein Vorlauf von 4-6 Wochen erforderlich. Darum melden Sie sich bitte rechtzeitig bei uns.
Spende APP als Online-Spendenwerkzeug
Die SpendeApp wird in Ihre Homepage eingebunden und ermöglicht, online Spenden zu sammeln.
Wer per Link oder per QR-Code auf diese Seite gelangt, kann den Spendenzweck und den Betrag frei wählen und dann per Lastschrift, Mastercard oder Paypal bezahlen.
Viele unserer Gemeinden nutzen bereits diese sehr praktische Möglichkeit.
Der Kirchenkreis hat einen Rahmenvertrag mit dem Anbieter geschlossen und bezahlt derzeit sogar die Einrichtungskosten.
Das Fundraising-Team unterstützt Sie gern bei der Integration in Ihre Homepage und der Ersteinrichtung.
Hierzu wird es auch im Frühjahr eine Online-Schulung geben.
Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Wilfried Staake, Tel. 0451 - 7902 - 194 oder per Mail an wstaake@kirche-ll.de.
Barrierefreier Zugang zur Kapelle in Grambek
Seit vielen Jahren ist die Kapelle in Grambek, Kirchengemeinde Gudow, ein echtes Kleinod. Doch sie war bisher nur über mehrere Stufen zu erreichen. Dies stellte für Menschen, die auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind, ein schlecht überwindbares Hindernis dar.
Durch den beharrlichen Einsatz der Mitglieder im Kirchengemeinderat ist eine barrierefreie Lösung der Zuwegung im Jahr 2021 auf den Weg gebracht und 2022 umgesetzt worden. Das Fundraising-Team beantragte 10.499,00 Euro aus dem Fond für Barrierefreiheit des Landes Schleswig-Holstein und erhielt diese auch. Hierdurch reduzierte sich der Eigenanteil der Gemeinde etwa auf die Hälfte und es gab am Ende nur glückliche Gesichter.
Ausstellung "Was bleibt?"
Im März 2023 hat das Fundraising-Team des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg gemeinsam mit der Diakonie-Stiftung des Diakonischen Werkes Rendsburg, der Diakonie Nord-Nord-Ost sowie der Gemeindediakonie Lübeck die Ausstellung “Was bleibt?” in der Lübecker St. Marien-Kirche gezeigt.
Ergänzend gab es Vorträge zu den Themen Richtig vererben, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, Seelsorge am Krankenbett und Friedhofskultur und Bestattungsformen.
Spannend waren auch die Schatzkästchen-Nachmittage, an denen Prominente wie der Lübecker Theaterdirektor Malte C. Lachmann oder der Lübecker Kaufmann Michael Haukohl darüber sprachen, was ihnen denn im Leben wichtig sei und was am Ende des Lebens bleiben möge. Gut 500 Personen besuchten die Ausstellung sowie auch die Veranstaltungen.
Für das Jahr 2026 sind weitere Vorträge geplant.
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Angebote für die Kirchengemeinden
- Analyse des Förderpotentials für das geplante Projekt
- Begleitung bei Entwicklung und Einsatz von Fundraising-Instrumenten (von Anträgen an Förderer über die Organisation von Benefiz-Veranstaltungen bis hin zur Gestaltung und Abwicklung von Mailings zum freiwilligen Kirchgeld oder Online-Spenden)
- Koordinierung der Abläufe zwischen Förderern und Kirchengemeinden (u.a. Dankschreiben, Mitteilung bezüglich Änderungen der Maßnahme, Fristverlängerung, Ortstermine).
- Abruf bewilligter Mittel, deren Abrechnung und Erstellen des Verwendungsnachweises
- Angebot von Schulungen und Materialien
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Kontakte zu Förderern
- Stiftungen (u.a. Stiftung KiBa, Stiftung Orgelklang, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Agnes-Gräfe-Stiftung, Hermann Reemtsma Stiftung, Possehl-Stiftung, Sparkassenstiftungen)
- Vergabeorganisationen von Lotterieerträgen (u.a. Aktion Mensch, Deutsches Hilfswerk) • Kirchenkreis (u.a. Förderrichtlinien, Kirchenkreisrat)
- Landeskirchenamt (u.a. Restaurierungs-, Gutachten- und Kunstfonds, Fonds für Kirche und Tourismus)
- Landesmittel (u.a. Investitionsprogramm Kulturelles Erbe) • Bundesmittel (u.a. Denkmalpflegeprogramm „National wertvolle Kulturdenkmäler“)
- EU-Förderung (u.a. AktivRegion, „Europa für Bürgerinnen und Bürger“, UNESCOInvestitionsprogramme)
Best Practice
- "Schätze heben" - Leitfaden für kirchliches Fundraising
- Kirchliches Fundraising
- Fundraising in der Nordkirche
- Förder.Weg.Weiser,
eine Onlinedatenbank für mehr Klimaschutz. Sie unterstützt die Kirchengemeinden und Einrichtungen dabei, sich einen umfassenden Überblick über die Klimaschutz-Fördermittel von Bund, Ländern, Landeskirche und Kirchenkreis zu verschaffen.
Kostenfreie Anmeldung unter www.kirche-fuer-klima.de/foerderwegweiser